AKTIVITÄTEN

CHIPIONA:

An der Küste am fernen westlichen Ende der Provinz von Cádiz, dort, wo der Guadalquivir-Fluss mündet, liegt die charmante Stadt Chipiona nur 52km entfernt von Cádiz-Stadt. Chipionas Geschichte reicht bis in die Zeit der Römer zurück und heute wohnen um die 17.000 Einwohner in diesem freundlichen Städtchen.
Im 19.Jahrhundert war die Stadt ein abgelegener Kurort und Seehafen; heute ist es zu einem beliebten Erholungsgebiet für spanische Touristen geworden.

Der Leuchtturm:

Das älteste und bemerkenswerteste Denkmal in Chipiona, der „Chipiona Leuchtturm“, war Namensgeber der Stadt. Der Leuchtturm liegt an der „Punta del Perro“ (Landspitze des Hundes) an der Mündung des Guadalquivirs. Er wurde als Warnsignal geschaffen, um die Schiffe von dem großen Felsen „Piedra de Salmedina“ fernzuhalten. Doch trotz der Existenz des Leuchtturms war dieser Felsen für das Schicksal zahlreicher Schiffe verantwortlich, die im Laufe der Jahre hier ihrem Untergang entgegen segelten. Besucher können auf einer Führung den 69 Meter hohen Leuchtturm mit seinen 344 Stufen erklimmen, die zum obersten Punkt führen. Der Besucher steht dann auf dem höchsten Leuchtturm von Spanien und – man höre und staune – des dritthöchsten Leuchtturms der Welt! An einem klaren Tag kann man unvergessliche, wahrhaftig wunderbare Ausblicke genießen, die bis zu 40km weit in die gesamte Umgebung reichen. Vom Blick auf das Meer, über den Blick auf das Kloster des Heiligtums, oder auf das Schloss von Guzmán El Bueno und die Pfarrkirche, wird man wohl genauso beeindruckt sein, wie vom Anblick der typischen Fischfallen, für die die Gegend so berühmt ist.

Strände:

Chipiona rühmt sich wunderschöne Strände zu haben, die gerne von den Menschen in und um Sevilla besucht werden. Doch allmählich öffnet sich die Stadt, unterstützt von Regierungsgeldern, auch dem internationalen Tourimusmarkt.
Die wohl bekanntesten Strände sind der „Playa de la Regla“ und der „Playa del Camaron“ im Osten von Chipiona. Hier kann man den Besuchermassen entkommen und die Atmosphäre eines typisch spanischen Küstenstädtchens spüren. Die Küste erstreckt sich über mehr als 11 Kilometer und wartet mit weiteren großartigen Stränden auf, wie z.B. „Playa de la Cruz“, „Playa de las Canteras“, „Playa de Regla“, „Playa Tres Piedras“ und „Playa Ballena“. Ein wunderbar feiner, weißer Sand krönt diese Strände, die seit 1989 mit dem europäischen (Öko-) Gütezeichen „Blaue Flagge“ ausgezeichnet wurden. Der Hafen von Chipiona liegt im Westen der Stadt und bietet neben Miet-Ankerplätzen auch eine Segelschule.

Denkmäler:

Als Seefahrerstadt befinden sich die meisten Denkmäler in Küstennähe. Neben dem bereits erwähnten Leuchtturm kann man unter anderem die folgenden historischen Stätten erkunden:
Das Kloster der „Nuestra Señora de Regla“
Die einstmals dem Ponce von León gehörende Festung wurde über die Jahrhunderte hinweg in ein Kloster umgewandelt und beherbergte unterschiedliche Orden.
Chipiona Schloss
König Fernando III. hat das Schloss im Jahre 1295 erbauen lassen, nachdem er Chipiona zurück erobert hatte. Heutzutage ist das Schloss ein Kloster, das Besucher willkommen heißt.
Nuestra Señora de la O Parish
Im 18.Jh wurde der Sakralbau aus dem 16.Jh wieder aufgebaut. Der hauptsächlich aus der Renaissance stammende Bau weist auch gotische Skulpturen auf und im Innern befinden sich viele wichtige Kunstwerke. Ältere Anwohner treffen sich wegen des Heilwassers gerne am Kirchbrunnen.
La Cruz del Mar
Hierbei handelt es sich um die eiserne Skulptur eines Kreuzes auf einem Steinsockel, die auf der Seepromenade am Ende der Calle Isaac Peral steht. Es erinnert an das schreckliche Erdbeben von 1775, dessen Zentrum zwar in Portugal lag, aber durch die See trotzdem auf Chipiona Auswirkungen hatte – auch wenn der Schaden gering war. Das Denkmal wurde 1878 wiederhergestellt und 1990 renoviert.

Landwirtschaft:

Das Land wurde durch das Zusammentreffen zweier Flüsse, des Guadalquivir und des Guadalete, geformt. Dadurch entwickelte sich eine sehr fruchtbare Ebene, auf der man überall Gewächshäuser findet, die der Produktion von Schnittblumen und anderen Gartenprodukten dienen. Entlang der Küste finden viele verschiedene Arten aus dem Tierreich in den idealen Bedingungen der Sanddünen und des Schwemmlands ein Zuhause.
Chipiona stellt eine große Bandbreite an Handelsgütern her, von Fisch und Krustentieren über Obst und Gemüse. Garnelen werden in den Flüssen gezüchtet und die Umgebung verzeichnet hohe Erträge an riesigen Weißscherenkrebsen. Chipiona ist berühmt für seine Hummer, die in ganz Spanien ihresgleichen suchen. Unten an der Strandpromenade ist immer etwas los, besonders in den Sommermonaten. Für die ganze Familie ist etwas dabei: Eiscafés, mediterrane Fischrestaurants, nette Kneipen in Wohlfühlatmosphäre.
Unter den Hauptprodukten der Landwirtschaft findet man: Weinanbau und Tomaten. Die Gegend produziert süßen Moskatel Wein, Sherry und Weinessig. Besucher können den Wein sowohl bei den lokalen Winzern, als auch in der Bodega Cesar Florido und in der Bodeguita de Castillito (Calle Castillo, 1) kosten. Die Tradition des Weinanbaus reicht an die 5 Jahrhunderte zurück, als die Muscatel Trauben in einem Boden aus Lehm und Sand immer besser Wurzeln schlugen und eine sehr begehrte Qualität und den guten Geschmack liefern.
Chipiona ist außerdem Spaniens Nelken-Hauptproduzent und diese Blumen werden in die ganze Welt exportiert.
Fischerei: sie ist der älteste Handelszweig in Chipiona und die Bevölkerung hat über Jahrhunderte hinweg davon gelebt. Chipiona ist bekannt für die hohe Güte der gefangenen Fische und der traditionellen Fischfang-Techniken, ebenso wie die Nachbarstadt Sanlúcar de Barrameda.
Die Chipiona Fischfallen charakterisieren die Stadt; gekonnt gebaute Steinmauern, die an der Küste beginnen und immer höher werden, je weiter sie in die See hinausreichen. Auf diese Art werden die Fische Opfer der Gezeiten und gefangen gehalten. Die Einwohner wenden die traditionelle Fischfangtechnik an und nutzen diese tiefliegenden Strecken aus unebenem, rotem Sandstein

Golf:

Heute ist Golf eine der populärsten Freizeitbeschäftigungen in Andalusien und der 18 Loch, par 72, von José Maria Olazabal entworfene Golfplatz des Costa Ballena Clubs, zieht viele Begeisterte an.
Wassersportarten wie Surfen, Segeln, Kite-surfen und Windsurfing sind in der Gegend ebenfalls sehr beliebt, denn die Wellen und weiten Strandstrecken sind ideal dafür.

Festivals:

Seit den 1930er Jahren spielt der Karneval von Chipiona eine große Rolle im Leben der Bewohner. Die Feste sind immer aufregende, bunte Ereignisse, wo die Menschen die Nächte durchfeiern. Der „Haupt“-Karneval findet normalerweise zwischen Januar und Februar und besonders in der letzten Februar-Woche statt. Dann füllt sich die Stadt mit Anwohnern und Besuchern aus den benachbarten Städten Cádiz und Sevilla. Der Karneval von Chipiona soll der beste der Gegend sein und rühmt sich mit einem großartigen Umzug von farbenprächtigen Kostümen, der in der Altstadt stattfindet. Diese Tradition findet traditionell Ende Februar statt und allein der gastronomischen Attraktionen wegen, würde es sich schon lohnen dabei zu sein.
Chipiona kam bei dem berühmten Erbeben von Lissabon von 1775 mit dem Schrecken davon und die Stadt feiert diesen Umstand mit Paraden und Umzügen. Dieser Tradition wird bis heute jedes Jahr am 1. November nachgegangen.
An jedem ersten Sonntag im Juni wird die Romería del Pinar im Pinar de la Villa gefeiert.
Im Juli wird die Virgen del Carmen bei einer majestätischen, marinen Prozession durch die Stadt getragen.
Die August-Feier kündigt der Stadt die Traubenernte an und bei der Gedenkfeier der „Nuestra Señora de Regla“, die im September am Strand stattfindet, sind Musik und lokaler Wein die Hauptattraktionen.

Essen:

Chipiona unterscheidet sich von anderen Städten auch hinsichtlich der ausgezeichneten Gastronomie. Während des Sommers unterhält Chipiona mit seinen zahlreichen Bars, Cafés, Fischrestaurants und Freizeitangeboten am und um den Strand und bietet bunte Unterhaltung bis in die frühen Morgenstunden.

(von T. And law)